Tipps aus der Hütte

Funktionsunterwäsche: der Ratgeber für Sommer und Winter

Warum Funktionsunterwäsche nicht nur im Winter hilft, wann Polyester, Merino oder Mischgewebe passt und woran ihr eine gute Passform erkennt. Baumwolle ist dabei das Erste, was draußen bleibt.

02. September 2026Die Hütte4 Min. Lesezeit

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Funktionsunterwäsche: der Ratgeber für Sommer und Winter

Funktionsunterwäsche leitet Schweiß von der Haut weg, trocknet schnell und hält euch damit im Winter warm und im Sommer trocken. Sie muss eng anliegen und besteht aus Polyester, Merinowolle oder einer Mischung aus beiden, nie aus Baumwolle.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Keine Baumwolle. Sie speichert Schweiß, trocknet langsam und kühlt euch aus.
  • Ganzjährig sinnvoll. Im Winter hält sie warm, im Sommer verhindert sie den Hitzestau.
  • Polyester. Leicht, schnell trocken, günstig, dafür weniger natürliches Tragegefühl.
  • Merinowolle. Angenehm auf der Haut, bleibt länger geruchsneutral, kostet mehr.
  • Mischgewebe. Der Kompromiss aus beiden und für den Einstieg meist die beste Wahl.
  • Eng anliegend. Nur mit Hautkontakt kann der Stoff Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Ohne Weichspüler waschen. Er verklebt die Fasern und bremst den Feuchtigkeitstransport.

Was macht Funktionsunterwäsche?

Funktionsunterwäsche transportiert Schweiß von der Haut weg und hält sie dadurch trocken. Sie ist die Schicht, die direkt auf der Haut liegt, und damit die einzige, die den Schweiß dort abholt, wo er entsteht. Außerdem trocknet sie schnell und hilft dem Körper, seine Temperatur zu regulieren.

Sie ist die erste Lage im Zwiebelprinzip. Wie sie mit Isolationsschicht und Wetterschutz zusammenarbeitet, erklärt unser Ratgeber Richtig warm bleiben: das Schichtenprinzip. Welche Jacke als äußere Schicht passt, steht in Die richtige Regenjacke.

Warum ist Baumwolle als Unterwäsche draußen ungeeignet?

Baumwolle speichert Feuchtigkeit, statt sie weiterzugeben, und trocknet langsam. An einem kühlen Tag wird aus dem nassen Baumwollshirt genau die Kälte, gegen die ihr euch angezogen habt. Spätestens in der Pause am Gipfel merkt ihr das.

Deshalb ist Baumwolle das Erste, was bei Funktionsunterwäsche draußen bleibt. Im Regal sieht sie aus wie ein Unterhemd, unterwegs verhält sie sich wie ein Schwamm. Dasselbe gilt für Socken: Warum Baumwollsocken Blasen begünstigen, lest ihr in So beugt ihr Blasen beim Wandern vor.

Braucht man Funktionsunterwäsche auch im Sommer?

Ja, im Sommer merkt ihr sie oft sogar besonders deutlich. Viele halten Funktionsunterwäsche für eine reine Wintersache, das ist ein verbreiteter Irrtum.

  • Im Winter hält sie den Körper warm und verhindert, dass ihr über den eigenen Schweiß auskühlt, beim Skifahren wie beim Winterwandern.
  • Im Sommer leitet sie den Schweiß schnell ab, verhindert einen Hitzestau und sorgt in Bewegung für ein trockenes Gefühl.

Beim Wandern, Joggen oder Radfahren im Sommer ist der Unterschied zu einem Baumwollshirt deutlich spürbar.

Polyester, Merino oder Mischgewebe: welches Material passt?

Keines der drei Materialien ist für alles das beste, es kommt auf Einsatz und Vorlieben an. Polyester spielt seine Stärken bei schweißtreibendem Sport aus, Merino auf mehrtägigen Touren und bei wechselnden Temperaturen.

Polyester oder Merino
Polyester

Sehr leicht, trocknet schnell, günstig. Das Tragegefühl ist weniger natürlich als bei Wolle.

Merinowolle

Angenehm auf der Haut, bleibt länger geruchsneutral, gleicht Temperaturen aus. Dafür teurer.

Dazwischen liegt das Mischgewebe: ein Kompromiss aus Komfort und Funktion, für den Einstieg meist die beste Wahl.

Weil Merino länger geruchsneutral bleibt, kommt ihr auf mehrtägigen Touren mit weniger Wechselwäsche aus. Polyester ist robuster und im Unterhalt einfacher, fängt aber schneller an zu riechen.

Wie eng muss Funktionsunterwäsche sitzen?

Eng anliegend, ohne einzuschnüren, und mit voller Bewegungsfreiheit. Das ist keine Frage des Geschmacks: Nur wenn der Stoff Hautkontakt hat, kann er die Feuchtigkeit überhaupt aufnehmen. Ein Stück, das lose sitzt, transportiert nichts.

Deshalb ist der häufigste Kauffehler, eine Nummer größer zu nehmen, weil es bequemer wirkt. Achtet beim Anprobieren darauf, dass nichts an Schultern, Achseln oder Bund drückt, wenn ihr die Arme hebt und in die Hocke geht.

Welche Fehler passieren beim Kauf am häufigsten?

Die meisten Fehlkäufe entstehen durch falsches Material, eine zu große Größe oder einen Blick nur auf den Preis.

  • Das falsche Material. Baumwolle sieht im Regal aus wie ein Unterhemd und verhält sich draußen wie ein Schwamm.
  • Eine Nummer zu groß. Bequem gedacht, aber der Feuchtigkeitstransport fällt damit aus.
  • Nur auf den Preis geschaut. Das günstigste Stück ist selten das, das ihr drei Jahre tragt.
  • Den Einsatz nicht bedacht. Sommer und Winter stellen unterschiedliche Anforderungen.

Wer neu im Thema ist, fährt mit Polyester oder einer Merino-Mischung gut. Achtet auf eine eng anliegende Passform, wählt nach der Aktivität (Sport, Wandern oder Alltag) und nehmt Oberteil und Hose als Set.

Zur Pflege: Funktionsunterwäsche wascht ihr nach Pflegeetikett, Merino im Woll- oder Schonprogramm, und immer ohne Weichspüler. Merino muss dabei seltener in die Maschine, oft reicht es, das Shirt über Nacht auszulüften.

Anfassen schlägt lesen

Den Unterschied zwischen Polyester, Merino und Mischgewebe kann man beschreiben, spüren muss man ihn. Bei uns in der Bautzner Straße liegt ein großes Sortiment an Funktionsunterwäsche zum Anfassen und Vergleichen nebeneinander.

Dazu lassen sich verschiedene Passformen anprobieren, und wir schauen gemeinsam, was zu eurem Einsatz passt. Gerade am Anfang spart das den einen Fehlkauf, der teurer ist als die Beratung.

Unsicher, was zu euch passt? Kommt in der Bautzner Straße 39 in der Dresdner Neustadt vorbei — für die Beratung braucht ihr keinen Termin.

Kontakt und Öffnungszeiten Alles im Shop ansehen

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Was bringt Funktionsunterwäsche?

Sie leitet Schweiß von der Haut weg, trocknet schnell und hält die Haut dadurch trocken. So kühlt man im Winter nicht über den eigenen Schweiß aus und bekommt im Sommer keinen Hitzestau.

Braucht man Funktionsunterwäsche auch im Sommer?

Ja, im Sommer merkt man sie oft besonders deutlich. Sie leitet den Schweiß schnell ab, verhindert einen Hitzestau und hält die Haut trocken, beim Wandern, Joggen und Radfahren.

Warum ist Baumwolle als Funktionsunterwäsche ungeeignet?

Weil sie Feuchtigkeit speichert, statt sie weiterzugeben, und langsam trocknet. Das nasse Baumwollshirt kühlt den Körper dann aus, sobald man stehen bleibt oder es kühler wird.

Polyester oder Merinowolle: was ist besser?

Beides hat seinen Platz. Polyester ist leicht, trocknet schnell und ist günstig. Merinowolle liegt angenehmer auf der Haut, bleibt länger geruchsneutral und gleicht Temperaturen aus, kostet aber mehr. Für den Einstieg ist ein Mischgewebe meist die beste Wahl.

Wie eng muss Funktionsunterwäsche sitzen?

Eng anliegend, aber ohne einzuschnüren, und mit voller Bewegungsfreiheit. Nur mit Hautkontakt kann der Stoff die Feuchtigkeit aufnehmen, ein lose sitzendes Stück transportiert nichts.

Wie wäscht man Funktionsunterwäsche?

Nach Pflegeetikett, Merino im Woll- oder Schonprogramm, und immer ohne Weichspüler, weil er die Fasern verklebt. Merino muss seltener gewaschen werden, oft reicht Auslüften über Nacht.

Abholung in der Hütte

Kostenfrei, meist am nächsten Werktag bereit. Und ihr könnt vor Ort noch anprobieren und umtauschen.

Erst fragen, dann kaufen

Unsicher bei Größe, Passform oder Modell? Ruft an unter 0351 422 62 64 – das spart euch die Rücksendung.

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